Shelter Gambia

Die operierten Frauen werden schnell wieder entlassen und der Kreislauf aus Unterernährung, Unaufgeklärtsein und frühen Schwangerschaften beginnt von neuem. Diese Frauen werden meist vor dem völligen Abheilen der Wunden wieder schwanger und ziehen sich dieselben Verletzungen wieder zu.

Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO in Gambia zu dieser Thematik bestätigen, was behandelnde Ärzte sagen: Das größte Problem in der Gewährleistung des Erfolges ist die Nachsorge nach der OP.

SHELTER GAMBIA hat in Zusammenarbeit mit der hiesigen Regierung eine Einrichtung geschaffen in der die Frauen mit ihren Kindern für die Heilungsphase für ca. 2 Monate nach dem Krankenhausaufenthalt bleiben können. Sie sollen sich gut ernähren und über die Problematik der Geburtsverletzungen und wie man sie vermeiden kann aufgeklärt werden.

Die Kooperation mit einem in der Nähe gelegenen Zentrum ermöglicht es, dass die Frauen dort eine „Berufsausbildung“ bekommen können. Falls ihre Ehemänner sie nicht mehr aufnehmen wollen wissen sie, dass sie sich auch selber ernähren könnten.

Das Haus für SHELTER GAMBIA in Bakoteh wird von der Regierung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung der Betreuung der Frauen und ihrer Kinder liegt jedoch in der Hand der Sponsoren.

Orla Klippe ist Krankenschwester und kam durch einen christlichen medizinischen Einsatz mit betroffenen Frauen in West-Afrika in Kontakt. Ihr Schicksal hat sie sehr berührt. Sie wollte nicht tatenlos zusehen, wie junge Mädchen und Frauen aufgrund fehlender Finanzen und Strukturen keine Hilfe bekommen und ein würdeloses Leben führen.